14.02.2009
3.Liga
Rudolf-Harbig-Stadion
SG Dynamo Dresden - FC Bayern (A) 3:2 (2:2)

Um kurz vor 4Uhr ging es im verschneiten Donauwörth los mit dem Wochenendticket nach Dresden. Einmal in Nürnberg umsteigen, perfekte Verbindung. Allerdings was da in Nürnberg um diese Uhrzeit herumläuft ist nicht feierlich. Besoffene Kinder mit Jeans-Jacken die die Aufschrift “Turbo-Jugend” hatten, der älteste glaub ich 16 Jahre, ui ui früher hätte es so was nicht gegeben ;-), ekelhaft stinkende Personen und ca. 15 Dynamo Anhänger mit paar Fahnen welche die Farben schwarz weiß rot trugen. ??? Schwarz weiß rot? Hat Dynamo neue Vereinsfarben? Geht ja in der heutigen Zeit sehr schnell das die Vereinsfarben geändert werden. :-( Was soll’s, noch mal an meine Mama gedacht, nein nicht weil Valentinstag war, nein, sie hatte Geburtstag und ich konnte nicht zu ihr ;-), aber auch hier noch mal “Ois Guade und sorry für das fernbleiben der Feierlichkeiten, aber Bayern geht nun mal vor ;-)” Den Kuchen kann man am Tag drauf auch noch essen. :-) In Nürnberg umgestiegen in einem knallvollen Zug, viele nette politisch orientierte junge Menschen die auf dem Weg nach DD zur Demo waren. Ab Zwickau hatte anscheinend die Polizei auch davon gehört das es sich ja fast schon um einen Demo-Sonderzug handelt und schon standen ab dem Halt überall mind. 50 Polizisten am Bahngleis. Unglaublich, übertreiben kann man es auch, was da wieder unnötig an Geldern ausgegeben werden…
In Dresden um halb Elf angekommen staunte ich nicht schlecht.

Denn vor dem Bahnhofsvorplatz versammelten sich bereits einige Personen (linke und rechte) die an dem 64. Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg teilnehmen wollten. Laut Infos der Polizei sollen es hierbei um insgesamt ca. 15.000 Demonstranten und über 5.000 Polizisten aus ganz Deutschland gehandelt haben. Na ja jedem das seine, ich machte mich erstmal auf dem Weg durch die Absperrung in Richtung Stadtmitte, bisschen die schöne Stadt besichtigen. Hatte ja noch genug Zeit dafür.
Um kurz nach 12Uhr machte ich mich auf dem Weg zum Stadion, da wurde ich zum ersten Mal aufgehalten was ich hier mache und wo ich hin möchte, die Antwort das ich mir die Stadt angeschaut habe und nun zum Stadion möchte reichte den Herrn Polizisten nicht.

Als ich Ihnen dann klar machte das mir das ganze Szenario hier nicht wirklich interessiert sondern nur das Bayern spielt, durfte ich weiter laufen, unglaublich…
Am Stadion angekommen sah man auch schon die ersten bekannten Gesichter vor der Gästekurve. Das es heute insgesamt 69 Gästefans werden sollen war schon lang bekannt, da man leider bei diesem Spiel seine Personalien abgeben musste um eine Karte zu bekommen. Grund für dieses Vorgehen sollte jeden bekannt sein, sonst einmal bei Dynamo nachfragen.
Auf dem Weg zum Stadion und auch vorweggenommen nach dem Spiel gab es keine nennenswerten Vorkommnisse. Das sich junge Leute nicht beschweren brauchen wenn sie mit den Farben rot-weiß (seien es Kapuzen-Pullis, Schals, Trikots ect.) durch Dresden herumlaufen und dann nicht gerade händeschüttelnd begrüßt werden das sollte jedem eigentlich klar sein.
Zum Spiel zu kommen, vor 5.000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion musste Hermann Gerland auf einige Spieler verzichten. Neben dem nach Stuttgart ausgeliehenen Kapitän Georg Niedermeier sowie den ebenfalls abgewanderten Marco Stier und Vitus Nagorny fehlten auch die verletzten Christian Saba und Daniel Sikorski. Dennoch ging man nach Elf Minuten in Führung. Maximilian Haas köpfte einen Eckball ins Tor von Dynamo. Doch die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Wagefeld schoss in der 26.Minute mit einem Freistoß aus 40 Metern den Augleich, paar Minuten später ging die Heimmannschaft nun auch noch in Führung durch ein Weitschusstor von Savran. Kurz vor der Pause war es dann Mehmet Ekici, der mit einem direkt verwandelten Freistoß den Ausgleich für unsere Amas besorgte.

Nach dem Wechsel machten die Dresdner viel Druck der dann in der 77. Minute leider belohnt wurde mit dem Siegtor zum 3:2. Am Ende blieb es bei der knappen und unglücklichen 2:3-Niederlage.
Nach dem Spiel ging es zurück zum Bahnhof da noch ca. eine Stunde warten und um kurz nach 23Uhr war man auch wieder zu Hause. Die Nachricht das auch die Profis verloren haben änderte nichts daran das man die Heimfahrt sehr lustig gestaltete. :-)
Kopf hoch Jungs und kämpfen, dann klappt es auch mit einem Sieg am kommenden Freitag gegen Braunschweig!
Bericht: Marcel Weichelt
Bilder aus der Stadt